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IPSC Waffen Tuning


Die auf dieser Seite aufgeführten Tipps werden nur handwerklich begabten Schützen empfohlen. Wir übernehmen weder Gewähr noch Haftung. Die Rubrik wird kontinuierlich erweitert.




Trigger

Der Trigger ist wohl der beliebteste Ansatzpunkt für eine Waffenverbessung. Jeder Schütze liebt leichte Trigger, die beim Auslösen "wie Glas brechen". Wir werden uns hier auf die Typen beschränken, wo der Hammer über eine Nasenvorsprung freigegeben wird (1911 Style)..

Die folgenden Bilder zeigen die Berührungsfläche zwischen dem "Sear" und der Hammernase.

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Der Sear schwenkt beim Triggern nach links weg. Durch die Winkel der zwei Berührungsflächen wird der Hammer dabei noch eine Kleinigkeit gegen die Kraft der Hammerfeder gespannt. Das ergibt den Druckpunkt. Die Hammernase auf dem Bild links oben ist übrigens nur 0,7mm breit.
Der Triggerweg lässt sich durch Abschleifen der Hammernase verkürzen. Man sollte über 0,5mm bleiben. Für die Verringerung der Triggerkraft bieten sich drei Möglichkeiten an :

Eine schwächere Hammerfeder hat ihre Nachteile und Grenzen. Der Hammer wird langsamer beschleunigt und es besteht die Gefahr, dass die Zündhütchen nicht mehr zünden.

Ein zu starkes Schwächen der Dreiblattfeder kann gefährlich werden, wenn das Sear zu schwach am Hammer anliegt und eventuell von selbst abspringt (siehe "Full Auto" Modus)

Das Polieren der Berührungs- und Gleitflächen ist lohnender. Die bestehenden Winkel müssen präzis eingehalten werden. Würde der Hammer beim Triggern nicht noch etwas weiter gespannt, besteht die Gefahr, dass die Waffe in den "Full Auto"-Modus geht. Dann freut man sich, dass man vorsichtshalber nur zwei Patronen geladen hat (...oder waren es doch 20 ?).

Hilfsmittel zum Polieren des Sear

Der Markt bietet kleine Vorrichtungen an, welche den Handschliff erleichern

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In dieses Tool wird der Sear höhenverstellbar eingespannt . Mit einem sehr feinkörnigen Schleifstein, der über zwei Messingrollen geführt wird, lässt sich die Stirnfläche präzis bearbeiten. Auf den richtigen Einspannwinkel ist zu achten.


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Hammer

Durch eine verringerte Masse kann beim Hammer die Reaktionszeit vom Triggern bis zum Schuss um ein paar Millisekunden verkürzt werden. Im Handel sind sie als "Match Hammer" erhältlich (manchmal im Set mit Sear und Disconnector).
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Griff

Die Waffe muss absolut fest in der Hand sitzen. Schwitzige Hände können einem da einen Strich durch die Rechnung machen. Gegen Schweiss gibt es chemische Mittel, die man auftragen kann. Einen von Haus aus glatten Griff kann man mit Tape bekleben, wie es z. B. die Skateboarder benutzen. Bei den Production Waffen darf man das nur in den ausgewiesenen Zonen tun.
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Magazinauslöser

Gerade bei zweireihigen Magazinen ist der Daumen oft zu kurz, um noch ohne Umgreifen auf den Magazinauslöseknopf zu gelangen. Da man den Daumen nur mit viel Aufwand verlängern kann, sollte man es lieber mit Aufsätzen für den Auslöser versuchen.
Dem Revolverschützen helfen verlängerte Schieber für die Trommelverriegelung.
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Magazinschacht (Magwell)

Bei Open- und Standard-Division Waffen gehört es eigentlich schon zur normalen Lieferausrüstung. Wer es es in diesen Klassen noch nicht hat, sollte es dringend einbauen lassen : Den vergrösserten Magazinschacht, kurz "Magwell" genannt
. Er erleichert das schnelle Einführen des Magazins und verhindert zeit- und nervenraubende Hakler.
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Visierung

In dunklen Räumen hat man Mühe Kimme und Korn zu erkennen, besonders wenn das Ziel auch noch dunkel ist. Hier gibt es Visiere mit Fiberoptik Einsätzen, die für mehr Kontrast sorgen. Standardvisiere sind meist nicht einstellbar. Wer mehr Präzision braucht, kann sich justierbare Mikrovisiere kaufen. Die Open Klasse Schützen haben sowieso ein Red-Dot auf ihren Waffen und müssen sich mit solchen Problemen nicht herumschlagen (höchstens mit leeren Batterien). Production Schützen müssen im Reglement nachsehen, ob das bei ihrer Waffe erlaubt ist.
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Durchladehilfe (Racker)
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ie Open Division Schützen dürfen sich noch ein zusätzliches Hilfsmittel an die Waffe stecken : Den Racker.
Er ermöglich ein blitzschnelles Durchladen ohne grossen Kraftaufwand. Gleichzeitig dient er noch als Stütze, wenn mit der abgelegten Waffe von einem Tisch gestartet werden muss. Das ermöglicht ein schnelleres Aufnehmen.
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Auszieher

Der Auszieher greift in die Ausziehrille der Patronenhülse und zieht diese beim Schlittenrücklauf aus dem Patronenlager. Um sicher zu greifen, braucht er die richtige Form und seitliche Vorspannung. Wer Probleme mit "Double Feeds" hat, sollte sich seinen Auszieher mal genauer ansehen. Er lässt sich durch Verrunden einiger Flächen und Einstellen der richtigen Vorspannung noch optimieren. Die seitliche Vorspannung beträgt ca. 500 - 700g.
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Auswerfer

Beim Schlittenrücklauf trifft der Hülsenboden nach einigen Zentimetern mit der linken Seite auf den Auswerfer. Dieser dreht die Hülse um den Haltepunkt des Ausziehers nach rechts bis sie sich löst und aus dem Auswurffenster fliegt. Die Hülse sollte leicht aufwärts ausgeworfen werden. Trifft sie auf den Rand des Auswurffensters, kann sie u.U. reflektiert werden und klemmt dann im rücklaufenden Schlitten. Der Auswurfwinkel lässt sich durch Anschleifen des Auswerfers beeinflussen. Trifft die Hülse den Bereich der oberen Kante, wird sie flach ausgeworfen, beim einem tiefen Auftreffpunkt mehr nach oben.

Schwach ausgeworfene Hülsen haben andere Ursachen :
Grund Abhilfe 
Munition zu schwach  Stärkere Munition nehmen 
Schlittenrücklauffeder zu stark  Feder kürzen oder schwächere Feder einbauen 
Schlitten wurde durch Reibung am Finger abgebremst  Griffhaltung ändern 
Waffe wurde zu schwach gehalten Waffe kräftiger unterstützen
Schlitten hat zu viel Reibung  Passung Schlitten/Griffstück bearbeiten oder mehr Schmiermittel benutzen 
 
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Anleitung eines amerikanischen Büchsenmachers  zur Erzielung einer Triggerauslösekraft von ca. 1200g :

1.     Reduktion der Hammernasenbreite 0.45mm (Feinschliff)

2.     Exaktes Ausschleifen der Hammernase auf 90° zur Fräsfläche (Feinschliff)

3.     Polieren des Disconnector Flächen zum Triggerschuh und zur Dreiblattfeder

4.     Eventuell die Disconnector Vorderkante verrunden (siehe Grafik #1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.     Schleife die Haupt- und Nebenfläche des Sear mit den gewählten Winkeln im Verhältnis 60:40 und poliere die Flächen.

6.     Justiere die Teile der Dreiblattfeder. Die linke Seite drückt das Sear gegen den Hammer, die Mitte schiebt den Disconnector nach oben und die rechte Seite drückt die Griffsicherung nach aussen.

7.     Montiere nur das Sear, den Disconnector und die Dreiblattfeder.

8.     Messe den Druck vom mittleren Teil der Feder mit einer Federwaage. Er sollte ca. 250g betragen. Justiere ihn, falls notwendig.

9.     Messe jetzt den gemeinsamen Druck des linken und mittleren Teils der Feder. Er sollte ca. 500g betragen. Justiere den linken Teil, falls notwendig.